Auf Einladung der LandFrauen Müllheim besuchte die CDU-

Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac am Dienstag, den 6. Juni 2017 den Spargel-

und Weinbaubetrieb Noll in Seefelden. Kovac sprach sich als Mitglied

des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft für

eine größere Wertschätzung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse

aus. Dafür nötig sei eine stärkere gesellschaftliche Aufklärung über

die landwirtschaftliche Produktion.

 

 

Während des circa zweistündigen Besuchs besichtige die Abgeordnete

zunächst die Produktions- und Lagerstätte des mittelständischen Wein-

und Spargelbetriebs Noll. Kovac zeigte sich begeistert von der

Vermarktung der Produkte im angrenzenden Hofladen.

Anschließend stellte sich Kovac einer Diskussion zu Fragen zum

Mindestlohn und dessen Auswirkungen auf landwirtschaftliche

mittelständische Betriebe. „Ich will den Mindestlohn nicht 

schlechtreden, aber es ist dringend über eine Anpassung im

landwirtschaftlichen Sektor zu reden“, so Kovac. Dies gelte zum

Beispiel mit Blick auf die Entlohnung der ausländischen

Saisonarbeitskräfte, die nur für wenige Wochen in Deutschland seien, um

bei der Ernte helfen. Viele Betriebe könnten die Lohnkosten „kaum 

stemmen“.

 

Kovac zeigte sich auch bei der Debatte über den Pflanzenschutz auf der

Seite der Landwirtschaft: „Es ist richtig und wichtig, dass wir in

Deutschland hohe Maßstäbe an die Verwendung von

Pflanzenschutzmitteln anlegen. Genau deswegen dürften wir den

Einsatz von Pflanzenschutz aber auch nicht pauschal verteufeln. Wir

müssen zurückfinden zu einer sachlicher geführten

gesellschaftlichen Diskussion.“

 

Weitere Gesprächsthemen bei den LandFrauen waren unter anderem 

staatliche Hilfen zur Bewältigung der diesjährigen Frostschäden sowie der

aktuelle Stand der Bekämpfung der Kirschessigfliege. Kovac, die die 

Sprecherin für Weinbau und Sonderkulturen ihrer Fraktion ist, verwies

insbesondere auf die diesbezüglichen Feldversuche der Einnetzung von

Obstanlagen. „Wir müssen weiter forschen“, äußerte sie sich. Letztlich

sei es nur die Forschung, die mit Blick auf die Kirschessigfliege, aber auch

im Umgang mit klimatischen Änderungen und deren Folgen weiterhelfe –

sei es durch Pflanzenschutzmittel oder durch resistente

Pflanzenzüchtungen.